Promotionmaterial für Blogger und Fotografen?

Fotografen und Eigenwerbung


Ein Thema der diesjährigen photokina war Fotografie und Social Media, bzw. wie man Beides unter einen Hut bekommt. Das ist nicht uninteressant aber mich beschäftigt jetzt schon eine ganze Weile die andere Seite: quasi Offline-Kommunikation für den bloggenden Fotografen. Profis haben da so einiges in petto — ich denke da vornehmlich an Portfolios in den unterschiedlichsten Formen und Qualitäten. Das Edelste was ich da bisher in der Hand hatte, war eine geölte Holzkiste mit einer Logo-Prägung auf dem Deckel und reichlich gefüllt mit hervorragend verarbeiteten Fineart-Prints.

Visitenkarten

Es geht aber auch eine Nummer kleiner und vor allem mit einem größeren Streufaktor. Für den Einsteig gut z.B. sind Visitenkarten. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, sollten Drucksachen allerdings eine gewisse gestalterische Qualität haben — die Dinger aus dem Automaten zu ziehen ist eher kontraproduktiv. Hilfreich ist also wenn man diesen Job selbst erledigen kann (man ist schließlich Kreativer) und hinterher jemanden drüber schauen lässt, der mit der Druckvorstufe firm ist; und natürlich das Ganze, bevor man es in den Druck gibt. Für den Druck selbst hat mir bisher immer eine kompetente Druckerei in Düsseldorf gute Dienste geleistet.

Kurze Checkliste für Visitenkarten
  • Corporate Design: Logo, Farbgestaltung, Typografie: Natürlich dufte, wenn das auch mit der eignen Website halbwegs übereinstimmt
  • Daten: Namen, Telefonnummer, E-Mail, Webadresse und Tätigkeit sind das Mindeste (aber auch hier ist weniger häufig mehr)
  • Format: ist nicht standarisiert, aber eingebürgert hat sich 85,6 × 54 mm
  • Farben: Wenn die Druckerei nichts anderes sagt: 4C, sprich Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Sonderfarben und Lackierungen sind aber je nach Druckanbieter auch möglich
  • Wenn man gar keinen Plan von DTP hat: lieber machen lassen

Broschüren

Es muss nicht so sein, aber falls man an den Punkt kommt eine weitergehende Lösung als nur Visitenkarten anzubieten zu wollen (sei es um neben Text auch Fotomaterial zu zeigen), bietet sich ein Broschürendruck an. Vorteil: Mehr Informationen auf einem handlichen Format und bei ansprechender Gestaltung und inhaltlicher Qualität sind die Dinger ein Selbstläufer. Allerdings finanziell etwas aufwendiger als Visitenkarten (aber immer noch günstiger als die oben erwähnte Portfolio-Holzkiste).

Kurze Checkliste für Broschüren
  • Corporate Design: Siehe Checkliste für Visitenkarten
  • Inhalt und Text: Selbstverliebtes Marketing-Blabla lieber vermeiden — eine persönliche Vorstellung ist z.B. nett
  • Format: DIN A5, DIN A6, es gibt da diverse Möglichkeiten. ich persönlich empfinde DIN Lang als ein sehr vorteilhaftes Format
  • Farben: Siehe Checkliste für Visitenkarten
  • Hier gilt noch viel mehr: Wenn man gar keinen Plan von DTP hat — lieber machen lassen

Benjamin Thorn / pixelio.de

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